Jahresbericht 2016

ALLGEMEINES

Die Naturschutzstiftung Niederrhein (NSN) ist eine rechtsfähige, selbstständige Stiftung bürgerlichen Rechts, anerkannt durch die Bezirksregierung Düsseldorf mit Schreiben vom 4. März 2005. Die Stiftung ist wegen Förderung des Naturschutzes durch Bescheinigung des Finanzamtes Wesel (Steuernummer 130/5995468) vom 19. April 2007 als gemeinnützig anerkannt.

Die Stiftung hat ihren Sitz am Freybergweg 9, 46483 Wesel.

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen im Sinne des Natur- und Artenschutzes. Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Sie verfügt derzeit über ein Stiftungsvermögen von rund 130 Tausend Euro. Das Vermögen ist in diversen Sparzertifikaten, Fonds und Termingeldern angelegt.

Das Organ der Stiftung ist der Stiftungsrat, der zum Stichtag 31. 12. 2016 wie folgt besetzt war:

Frau Hannelie Steinhoff (Vorsitzende) und die Herren Hans-Joachim Berg, Christoph von Derschau, Franz-Wilhelm Ingenhorst, Wilhelm Itjeshorst, Peter Malzbender,  Manfred Müller vom Berge, Rainer van Nahmen, Dr. Wilhelm Podlatis (stellvertr. Vorsitzender), Dr. Georg Verbücheln und Hans-Hermann Vowinkel. 

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

Wegen weiterhin großem Interesse wurden auch in 2016 wieder 8 Führungen in der Greifvogelstation (Projekt-Leiter K. H. Peschen) organisiert.

Weitere öffentliche Veranstaltungen:

  1. 2.2016

Vorstellung der großen Vogeleier-Sammlung des Vogelkundlers Heinz  Mildenberger im Heimatmuseum Wesel - Bislich durch die Tochter,  Fr. Stallmann - Mildenberger.

  1. 4.2016

Botanische Exkursion: Wiesenschlüsselblume am Rheindeich bei Haffen, geführt durch  Stiftungsrat M. Müller vom Berge, unterstützt von der Biologin Sabine Engler von der BSKW.

  1. 6. 2016

Fahrrad-und Fotoexkursion Wesel - Bislicher Insel mit H. Langhoff

  1. 9.2016

Präsentation der altrömischen Mähweide am Archäologischen Park Xanten mit Vortrag über die Geschichte der Salbei-Wiesen am Niederrhein mit Frau Dr. Jutta Meurers-Balke und Michael Herchenbach.

  1. 10. 2016

Vortrag in der Biologischen Station Kreis Wesel: Vogelflug - und was Vögel noch so alles können. Referent Stiftungsrat Dr. W. Podlatis

PROJEKTE

  1.  Wildblumenwiesen

 Vor dem Eingang zum Archäologischen Park Xanten wurde unter Begleitung des Paläobotanischen Instituts  (Fr. Dr. Meurers-Balke und Michael Herchenbach) und des Archäologischen Instituts der Universität Köln (Fr. Prof. Gerlach) eine altrömische Mähweide mit bodentypischem und nach Pollenfunden zusammengestelltem Saatgut angelegt. Auf ca. 2000 qm wird diese auffällig blühende Wiese von der Parkverwaltung gepflegt. Der Standort ist außerordentlich öffentlichkeitswirksam. Ein großes Hinweisschild über Bedeutung und Entstehung klärt die Besucher auf. Die Präsentation (Presse und Besucher) erfolgte am 5. September mit anschließendem Vortrag.

Die in 2015 angelegten Wiesenflächen in Hamminkeln-Loikum haben sich weiter entwickelt. Bezüglich der Pflege (2. Mahd) besteht noch Klärungsbedarf.

In der Gemeinde Alpen wurden im Dezember angebotene Flächen begangen und beurteilt. Eine Förderung erscheint derzeit sinnvoll.

  1. Greifvogelstation

In der Greifvogelstation wurden in 2016 insgesamt 8 Führungen durch den Projektleiter K. H. Peschen durchgeführt,  organisiert und begleitet von Dr, W. Podlatis.

Wegen dringend benötigter Finanzmittel für die Pflege und Instandhaltung der Station  ist dieses Engagement weiterhin wünschens- und unterstützenswert. 

  1. Streuobstwiesen

Hier gab es keine Aktivitäten und Anfragen.

  1. Gottes Haus für Fledermaus

Die Biologen Paul Schnitzler und Regina Müller von der BSKW  und führten das Projekt im zeitlich kleineren Rahmen als bisher weiter.  Sie kontrollierten das Dach der Kirche St. Johannes in Wesel – Bislich und überprüften mehrmals den dortigen Wochenstubenbesatz. In der Gesamtschule Hamminkeln  wurden zweimal unter Anleitung Nistkästen für das Dach der ev. Kirche in Sonsbeck gebaut und den Schülern anschaulicher Unterricht mit Unterstützung eines Fledermaus - Pfleglings ermöglicht.

Im Andreas - Vesalius – Gymnasium Wesel gab es für  etliche Schüler ein vollständiges Einführungsprogramm mit Vortrag, Exkursionen und dem projektbezogenen Basteln von Kästen und  Versteckkästen. Diese wurden gemeinsam aufgehängt und angebracht. Auch das Vermessen der Einfluglöcher wurde gezeigt, das jedoch noch nicht abgeschlossen ist.

In der Moltkeschule Dinslaken wurden etliche Schüler und Schülerinnen theoretisch in das Thema Fledermaus eingeführt. Diese Kinder bastelten Versteckbretter zum Anbringen an die Fassade des Schulhauses. 

FINANZIELLE SITUATION UND AUSBLICK

Das Stiftungsvermögen konnte auch durch Spenden erneut vermehrt werden. Die bisherigen Projekt-Aktivitäten können weiterhin verfolgt werden. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sind umfangreiche Planungen angelaufen mit begründeter Aussicht auf weitere Einnahmen.

Dr. W. Podlatis (stellv. Vorsitzender)

 

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Unter dem Motto “aktiv für den Niederrhein” engagieren sich bei der Naturschutzstiftung Niederrhein eine Vielzahl von Spendern. Dadurch ermöglichen und unterstützen gleichgesinnte und interessierte Spender die Stiftungprojekte für unsere Natur am Niederrhein.

Anschrift

Naturschutzstiftung Niederrhein
im Naturschutzzentrum Wesel
Freybergweg 9

46483 Wesel

Kontakt

Tel. 0 20 64 - 56 737
oder
Tel. 0 20 64 - 51 904

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