Naturschutzstiftung Niederrhein fördert Einsaat für Wildblumenwiesen

Als eines ihrer Ziele sieht es die Stiftung an, die früher typischen Blumenwiesen am Niederrhein wieder nachhaltig erlebbar zu machen. Ein solches Projekt startete jetzt an der Xantener Südsee auf dem Gelände der Freizeit Zentrum Xanten GmbH (FZX).

Nach der Auskiesung großer Flächen bei Xanten wurde die entstandene Seenlandschaft mit umliegenden Flächen zu einem Freizeitpark entwickelt, der von der FZX bewirtschaftet wird.

Das Areal ist ein großartiger Lebensraum für Flora und Fauna, der von vielen Menschen zur stillen Erholung und zur sportlichen Betätigung in der Natur genutzt wird. Herr Meyer, der Leiter des FZX, ließ einige Schneisen im Grüngürtel anlegen, die neben den Ausblicken auf Xanten und den APX vor allem die Vielfalt des Naturerlebens für die Besucher verbessern.

Freier Blick über den Wildblumenwall zum APX

Freier Blick über den Wildblumenwall zum APX 2014

Diese nun offenen Flächen auf dem wärmeexponierten Wall boten sich für die Entwicklung einer artenreichen Blumenwiese an. Hier bestand die Chance, das Landschaftsbild zu verschönern, die Erholungsqualität zu erhöhen und besonders für wärmeliebende Insekten einen Nahrungs- und Fortpflanzungsraum zu schaffen, der durch die fortschreitende Artenarmut in Gärten und Feldern rar geworden ist.

Die Naturschutzstiftung Niederrhein erarbeitete mit ihren Fachleuten und einer bekannten Samenlieferfirma das Konzept und stiftete das Saatgut.

Daraufhin erfolgte im September 2014 die Einsaat von 2 Glatthaferwiesen in einer Größe von ca. insgesamt 2.000 qm mit einer Mischung aus 50 % Blumenwiesensamen und 50 % Gräsern aus regionalspezifischem Saatgut.

Der Stiftungsvorstand konnte sich in Begleitung vom Leiter des FZX, Herrn Meyer, im November 2014 vom ersten zarten Wachstum überzeugen.

Stiftung und FZX freuten sich im Frühjahr 2015, als neben dem Gras auch die ersten Blumen zu sehen waren. Bis eine „richtige“ Blumenwiese entstanden ist, vergehen erfahrungsgemäß 3 bis 4 Jahre. Hierfür bedarf es einer passenden Pflege, d.h. zweimalige Mahd im Mai/Juni und August/September mit jeweiliger Abfuhr des Mähgutes.

 

NSN-Vorstand und FZX-Leitung besichtigen die Wildblumenwiese
NSN-Vorstand und FZX-Leitung besichtigen die Wildblumenwiese

Im Juni 2016 konnten sich die Besucher von der Schönheit und ökologischen Nützlichkeit der inzwischen 2 Jahre "alten" Wildblumenwiese überzeugen. Zahlreiche Insektenarten nutzten die vielen Wildblumen als Nahrungsquelle. Die Blütenpracht war sogar vom Restaurant Plaza del Mar quer über die Xantener Südsee zu sehen.

Die Naturschutzstiftung Niederrhein dankt Herrn Meyer und seinen Mitarbeitern für die konstruktive und freundliche Zusammenarbeit. Lassen wir uns von der Natur überraschen, mit welchem Artenreichtum sie Besucher und Akteure auch in den kommenden Jahren erfreuen wird.

Die Entwicklung läuft auf 2016 weiter positiv. Im Juni zeigt sich ein wunderschönes Bild mit Margeriten.