Exkursion im Nationalpark Maasduinen in den Niederlanden am 11. 8. 2018

Unter der Führung von Heiner Langhoff trafen sich 20 Naturliebhaber und Stiftungsratsmitglieder der Naturschutzstiftung Niederrhein auf dem Parkplatz am Landgut de Hamert am südlichen Ende des Nationalparks nahe Arcen. Einleitend verglich Heiner Langhoff diesen Nationalpark und andere geschützte Flächen in den Niederlanden (20 Nationalparks!) mit dem etwa gleich großen und ähnlich dicht besiedelten NRW (1 Nationalpark!). In den Niederlanden beträgt der Flächenanteil 3,2 % in NRW nur 0,3 %.

Dann ging es bei angenehmen Temperaturen auf eine gut dreistündige Wanderung durch die abwechslungsreiche und eindrucksvolle Kulisse des Nationalparks Maasduinen. Die anfänglich vorherrschende Vegetation bestand aus ausgedehnten Heideflächen mit umgebenden lockeren Eichen- und Birkenwaldsäumen. Durch die Trockenheit bot sich ein seltenes Bild mit braun-violetter (Heide) und grün-brauner Tönung der Gehölze. Inmitten der offenen Heide fand sich eine anmoorige Fläche mit mehreren typischen Heideweihern und breiten Binsen-Säumen. Aus der Ferne konnten hier sehr viele Uferschwalben und Bekassinen beobachtet werden. Auch ein Leitvogel des trockenen Offenlandes, das Schwarzkehlchen, konnte gesichtet und verhört werden. Weitere Seltenheiten waren eine junge Kreuzkröte und auf dem abschließenden bewaldeten Weg eine junge Schlingnatter, mit der Niemand gerechnet hatte. Nach ca. 8 km, zuletzt durch schattigen Laubwald entlang des Geldernschen-Nierskanaals (Teil einer verzweigten Verbindung von Maas und Rhein) mit hochwasserbedingt geschaffenem natürlichen Flussbett, endete der Ausflug im dortigen Pfannkuchenhaus mit guten Gesprächen. Ein besonderes Dankeschön bekamen Heiner Langhoff für die kompetente Führung und das Stiftungsratsmitglied M. Müller vom Berge, der sein geologisches und botanisches Wissen mit eingebracht hat.

Es war für alle Beteiligten ein tolles Erlebnis.

Dr. Wilhelm Podlatis


Botanische Exkursion zu Blütenkelchen und Wiesen in Xanten am 03.06.2018

Am 3. Juni bot die Naturschutzstiftung Niederrhein eine Exkursion zu den von ihr geförderten "Wildblumenwiesen" im Freizeitzentrum Xanten und im Archäologischen Park Xanten an.

Bei guten äußeren Bedingungen wurden wir (ca. 30 Exkursionsteilnehmer) von den Stiftungsratsmitgliedern Hannelie Steinhoff und Manfred Müller vom Berge geführt.

Gemeinsam mit der Verwaltung des Freizeitzentrums Xanten (FZX) und des Archäolo-gischen Parks (APX) in Xanten wurden auf Anregung und mit finanzieller Unterstützung der Naturschutzstiftung einige Wiesen mit Samen aus regionaler Herkunft angelegt.

Zuerst gab es im FZX zwei flache Wälle mit jeweils 1.000 qm blütenreichen Wiesen zu bestaunen, die sich zu einem wahren Refugium für Insekten und Schmetterlinge entwickelt haben.

Manfred Müller vom Berge erklärte die Bedeutung verschiedener Bodenarten für die Auswahl der Samenmischung und warum bei der Samenauswahl niedrig wachsende Untergräser bevorzugt werden. Sehr verständlich machte er deutlich, warum die hiesigen Mähwiesen nicht so bunt aussehen können, wie z. Bsp. die der Schwäbischen Alp und des Oberrheintal-Grabens.

Die Auflistung der Arten, die uns dort vorgestellt wurden, war schon sehr imposant:

  • Glatthafer (mit einer Höhe von ca. 1 m) und Honiggras, die zu den Obergräsern zählen (der Glatthafer gibt diesen Wiesen den Namen Glatthaferwiese),
  • Wiesen-Kammgras und Ruchgras, zwei häufige Untergräser in den Beständen,
  • Wiesen-Margerite mit ihren gelbweißen Blütenköpfen,
  • Wiesen-Witwenblume mit hellblauen Blütenköpfen,
  • Gewöhnlicher Hornklee, ein gelber Schmetterlingsblütler,
  • Wiesen-Flockenblume, deren rotviolette Blüten sich erst vereinzelt zeigten und deren reife Samen ein bevorzugtes Ziel einfallender Stieglitze sind,
  • Wiesen-Platterbse (gelb) und Vogelwicke (blauviolett), Schmetterlingsblütler die sich emporranken,
  • Ferkelkraut mit großen gelben Blütenköpfen und Echtes Johanniskraut (ein Heilkraut hier noch vor der eigentlichen Blüte),
  • Ferner Spitz-Wegerich, Scharfer Hahnenfuß, Kuckucks- und Rote Lichtnelke, Wiesen-Schafgarbe, Wiesen-Labkraut, Wiesen- und Faden-Klee und der rötlich schimmernde Wiesen-Sauerampfer, vereinzelt auch Malven,
  • Im Bestand auch eine Reihe von Arten, deren Samen im Boden vorhanden waren und nicht der Einsaat entstammen: wenige Acker-Kratzdisteln (nicht gerne in Wiesen gesehen), wenige Acker-Gänsedisteln, Gemeine Quecke, Weiß-Klee, nur vereinzelt Stumpfblättriger Ampfer und die Landform des Wasser-Knöterichs (der Baggersee liegt gleich nebenan),
  • Blauer Natternkopf, eine schöne zweijährige Art ruderaler Wuchsorte, die sich in Wiesen nur hält, wenn nach seiner Samenreife gemäht wird und ausreichend große Lücken im Bestand vorhanden sind,
  • Auf einem der Hügel hält sich auch in größerer Zahl die auffallend rot blühende Knollen-Platterbse, die wegen ihrer süßen Wurzelknollen früher feldmäßig angebaut wurde.

Die angelegten Wiesen müssen natürlich zum Erhalt der Artenvielfalt durch Menschenhand gepflegt werden. Obergräser und dominante Arten der Umgebung wie der Stumpfblättrige Ampfer dürfen nicht Überhand nehmen. Ein Rückgang der Insekten würde sich auch auf Vögel und Fledermäuse auswirken.

Ein Vertrag zwischen der Naturschutzstiftung Niederrhein und den jeweiligen Partnern, hier in Xanten FZX und APX, regelt die Zeiten für die Mahden: Mitte bis Ende Juni und eine zweite Mahd im September. Auch ist der Austrag des Mahdgutes festgeschrieben um Mulchen zu vermeiden.

Für das Wiesen-Projekt an der Xantener Südsee hat die Stiftung eine Bodenanalyse durchführen lassen, bei der die wichtigen Elemente Calcium, Kalium und Phosphor bestimmt wurden. Zur Erhöhung des pH-Wertes wurde vor der Einsaat Dolomitkalk aufgetragen. Ein Mangel an Kalium und Phosphor war nicht festzustellen.

Entlang des Weges in Richtung APX passierten wir die Pistley, wo uns die Kuckucks-Lichtnelke und das hohe Rohrglanzgras (eine Röhrichtart) vorgestellt werden konnte. Auf einer regelmäßig mit Schafen beweideten Fläche waren die Gras-Sternmiere mit ihren sehr kleinen weißen Blüten von kaum einem cm Durchmesser, die Schafgarbe und im Schatten von Bäumen Massenvorkommen der Mäusegerste auffällig.

Am Südeingang des Archäologischen Parks Xanten sollte nach historischen Vorbild eine „Salbeiwiese“ angelegt werden, wobei die eingesäte Samenmischung sich an den Vorgaben der Archäobotaniker der Uni Köln orientierte. Hier hat das Herzblut von Manfred Müller vom Berge wirklich gelitten, da sich der eingesäte Wiesen-Salbei und wenige weitere Arten dieses Wiesentyps immer noch nicht gezeigt haben. Die eingesäte Fläche hat sich zu einer sehr bunten „wilden“ Wiese entwickelt, in der Wiesen-Margerite und Flockenblumen vorherrschen. Einschließlich Ackerwildkräutern und Ruderalarten vornehmlich im Bereich der randlichen Umzäunung konnten hier annähernd 60 Pflanzenarten festgestellt werden. Sie ist voller Insekten, bietet einen wunderschönen Anblick – nur entspricht sie im visuellen Vergleich nicht der Abbildung auf der Schautafel und auch nicht ganz der erhofften Zielsetzung. Die Schautafel zeigt eine Salbeiwiese auf optimalem Standort mit sehr kalkhaltigem, trockenem Boden, der hier vorgefundene Standort ist eher frisch und wegen der Vornutzung als Gartenland zu humusreich.

Es zeigt sich hier wieder einmal, dass wir Menschen wenig gegen die Gegebenheiten in der Natur ausrichten können. Die Naturschutzstiftung Niederrhein wird versuchen mit der Verwaltung des APX dieses Dilemma zu lösen.

Für uns unvoreingenommen Betrachter war sie eine wunderschöne bunte Augenweide - auch ohne Wiesen-Salbei.

Zum guten Schluss haben wir in der Nähe dann noch ein mit „Ackerwildkräutern“ und wenigen Wiesenarten eingesätes Areal im Xantener Stadtpark betrachtet. Deutlich sichtbar im Unterschied zu den Wiesen war die geringere Vielfalt an Pflanzen- und Insektenarten; die größere Höhe des Bestandes war dem feuchteren Standort unmittelbar an der Ley geschuldet. Der sehr bunt erscheinende Bestand aus vornehmlich blauen Kornblumen und rotem Mohn spricht die Besucher in hohem Maße an und es werden viele Fotos geschossen. Da aber Kornblume und Mohn nur einjährig Pflanzen sind, wird wohl immer wieder neu eingesät werden müssen.

Nach 2 ½ Stunden intensiver Exkursion waren sich alle Beteiligten einig, dass die Natur in der Wiederfindung ihrer Vielfalt unterstützt werden muss. Es war jedem klar, dass diese „kleinen Areale“ nur ein Anfang sein können und dass wir als Naturliebhaber mit kleinen Trittsteinen im Garten einen eigenen Beitrag leisten können. Die Brisanz des Insektenschwundes ist in der Öffentlichkeit angekommen und das Thema Pflanzen-schutz und Pestizideinsatz wird breit diskutiert. War früher die Windschutzscheibe nach einigen 100 Kilometern voll mit Insekten, sieht das heute ganz anders aus.

Nach dieser Exkursion wird der ein oder andere Teilnehmer sicherlich noch etwas länger an den Wiesen und Randbepflanzungen verweilen, um die Vielfalt der Pflanzenwelt, der Grundlage für die weitere Nahrungskette, zu genießen und zu verstehen.

Ein Bericht von Ursel und Lothar Lefort, die auch die Fotos zur Verfügung gestellt haben.


Bericht über die Veranstaltung am 27. 8. 2017

Exkursion zum Teufelsabbiss im NSG Dingdener Heide

Bei herrlichem Hochdruck-Wetter fanden sich 22 botanisch Interessierte am Treffpunkt in Dingden ein und starteten unter Führung unseres Stftungsratmitgliedes Wilhelm Itjeshorst die Wanderung in die Kernzone des NSG Dingdener Heide, geführt durch Stiftungsrat Wilhelm Itjeshorst, der zwei Drittel des Schutzgebietes abdeckt (der Rest liegt im Kreis Borken/Westfalen).

In kurzen Abständen wurde sowohl die Entwicklung der Landschaft aus den ehemaligen Allmenden - über Arrondierung benachbarten Geländes - und die Entstehung von ausgedehnten Heide-Biotopen dargestellt. Heute ist ein großer Teil der NSG-Fläche im Besitz einer Stiftung und wird landwirtschaftlich unter Natur-Vertragsschutz zum Erhalt der Grünflächen genutzt.

Der Teufelsabbiss ist ein Kardengewächs. Nächste Verwandte sind die Ackerwitwenblume (Knautia arvensis) und die Teufelskralle (Alpen). Der Name rührt her von der Ansicht des ausgegrabenen Wurzelstocks, deren alternden Teile wie angefressen aussehen, aus damaliger Sicht eben unterirdische Teufels-Beschäftigung.

Bekannt war diese Blume auch als Heilpflanze, wie viele andere mit kaum belegter Wirkung.

Wie die erste vorgestellte und bereits gemähte Wiese wurden auch andere nach Erwerb durch die NRW-Stiftung entweder geplaggt (aufwendig) oder vertikutiert und dann eingesät. Eine eigenständige Aussaat dieser Pflanze ist nicht möglich.

Einzelne nachblühende Pflanzen in verschiedenen Stadien fanden sich neben einer Vielzahl teilweise selteneren Wiesen- und Feuchtwiesenkräutern. Am Rand einer Blänke wurde uns dann eine gut 25 qm große Fläche mit hochstängelig blühendem Teufelsabbiß präsentiert, inzwischen eine Rarität in NRW.

Die engagiert vorgetragenen Themen des Naturschutzes und Einzelheiten in den Bereichen Botanik, Tierwelt und Geschichte führten zu intensiven Gesprächen, teilweise als Diskussionsschleifen in lockerem Marschtempo.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten:

Alle Teilnehmer waren trotz UV-Bestrahlung begeistert, haben die fachliche Führung und die Sonne genossen, sowie sich über botanische Spezifica und zoologische Wahrnehmungen ausgetauscht und vor allen Dingen weitere Exkursionen in 2018 gewünscht


Bericht über die Veranstaltung am 25.8.2017:

Mit dem Forschungsboot „Wilde Gans“ der Biologischen Station Kreis Kleve auf dem Reeser Meer

Diese Gewässerexkursion wurde betreut von dem Leiter der Bio-Station Herrn Dr. Wernecke und dem für dieses Projekt zuständigen Biologen Herrn van Bremen. Los ging es vormittags am 25.8. mit dem speziell für diese Forschungsarbeiten (und interessierte Passagiere) in Rostock fertiggestellten Katamaran mit 3 Arbeits- und Sichtschächten sowie reichlich Platz für die jetzt 15 Besucher und ein Kind.

In langsamer Fahrt bei ständiger Information über die Eigenheiten eines nicht öffentlich zugänglichen, nährstoffarmen Abgrabungsgewässers wurden die einzelnen Bereiche angesteuert und erläutert. Zum Beispiel hat der sich selbst wieder angesiedelte Biber positives öffentliches Interesse erzeugt. Der andere große Nager, der Nutria (Gefangenschaftsflüchtling), hat sich aufgrund seiner ungebremsten Vermehrung und seines Nahrungsbedarfs an Grünpflanzen zu einem extremen Schädling entwickelt, der für den Rückgang bzw. die Vernichtung wesentlicher Röhrichtbestände verantwortlich ist. Dies führt zu einer erheblichen Bedrohung der an Feuchtgebiete gebundenen Tierwelt.

Die Unterstützung der Forschung auf diesem Gebiet und der Wiederansiedlung der Röhrichtbestände sind Ziel eines Stiftungsprojekts.

Die verschiedenen Untersuchungsmethoden in einem derartigen Gewässer wurden uns vermittelt. Dazu gehören neben der Tiefen- und Sichttiefenmessung auch Wasserproben- und Bodenprobenentnahmen. Letztere enthalten reichlich Leben in Form von Mollusken (Schnecken und Muscheln) und Larven von Insekten (Libellen und Köcherfliegen), die sich bereits mit bloßem Auge gut erkennen lassen. Wasserpflanzen wurden ausgeharkt und gemeinsam bestimmt, wobei sich auch wieder invasive Neophyten (planzliche Neubürger) fanden.

Gegen Ende der Rundfahrt wurde eine größere Bucht vorgestellt, in der der Betreiber auf Wunsch der Biostation die Uferbereiche in natürlicher Weise abgeflacht hat. Auffällig war die Ausbreitung von Schilfbeständen und auf den Kies-, Sandufern eine plötzlich zunehmende Anzahl bedrohter Vogelarten, wie in diesem Falle Kiebitz, Flussuferläufer und Steinschmätzer.

Während der gesamten Fahrt fanden sich interessante Gesprächsrunden zusammen, die erst durch das Anlegen unterbrochen wurden. Weitere Veranstaltungen mit der BSKK, insbesondere Vorstellung des Forschungsprojektes „Röhrichtschutz“, sind geplant und werden frühzeitig über die Homepage mitgeteilt.


Die altrömische Mähweide am Archäologischen Park Xanten

Eine blühende Wiese im archäologischen Park in Xanten war im Stiftungsrat im Sommer 2014 als Vision geboren – in 2016 wurde sie als Mähweide nach altrömischem Vorbild Wirklichkeit.

Unser Stiftungsratsmitglied Dr. Georg Verbücheln knüpfte an lange bestehende Kontakte zum Paläo-Botanischen Labor der Universität Köln an und mit der Leiterin des Labors, Frau Dr. Meurers-Balke, fand er eine wichtige Verbündete. Frau Dr. Meurers – Balke und ihre Kollegen begleiten den LVR seit vielen Jahren mit ihrem wissenschaftlichen Arbeiten, um möglichst viel Wissen über die Botanik der römischen Zeit zu erforschen.

Bereits im Winter gab es das erste hochinteressante Treffen in Xanten mit den Forschern aus Köln und LVR – Vertretern, die die verschiedensten Ressorts im APX leiten.

Von botanischer Seite wurde aus historischer und lokaltypischer Sicht die Anlage einer sog. Salbeiwiese ins Auge gefasst. Die Zusammensetzung des Saatgutes erfolgte anhand der bei Ausgrabungen auf dem Gelände, unter den Latrinen, gefundenen "antiken" Pollen.

Im Februar 2015 wurde es ernst und im Rahmen einer studentischen Exkursion des Archäologischen Instituts der Uni Köln (Frau Prof. Gerlach) wurden Bodenproben an Referenzorten, die dem Ideal möglichst nahe kamen, entnommen und vor Ort grob bestimmt.

Die Bodenbeschaffenheiten und planerische Aspekte in der Nähe des Eingangsbereiches wurden daraufhin von der LVR Leitung abgewogen und die Einsaat für den Herbst vorgesehen.

Rund 1600 qm Fläche wurden nun vor der ehemaligen Stadtmauer östlich des Haupteingangs von den Gärtnern des APX für die Einsaat vorbereitet und eingesät.

Im Folgejahr entwickelte sich eine Wiese, in der neben Gräsern, wie dem Kammgras. sich vor allem Kräuter entwickelten. Hier stachen die Margeriten, die Schafgarbe, die wilde Möhre, die Wiesen – Knautie, die Flockenblume und der Wiesen – und Hornklee besonders hervor.

2016 freuten sich alle Beteiligten über den auffälligen Insekteneinflug, der in der offenen Landschaft der Umgebung in dieser Dichte bisher nicht zu erleben war.

September 2016 wurde das Projekt der Presse vorgestellt und im Vortragsraum des APX – Museums referierten Frau Dr. Meurers-Balke und ihr Kollege Michael Herchenbach über die Geschichte und Entstehung der altrömischen Mähweide auf historischem Gelände.

Ein spannender Vortrag für viele Interessierte, die Einblicke in eine den meisten unbekannte Welt ermöglichte.

2017 entwickelte sich wieder eine üppige Blütenlandschaft, die sich auch nach der Beweidung durch Schafe im September erneut einstellte - mit großer Blütenvielfalt und einer erstaunlichen Insektenvielfalt.

Trotz des noch nicht gesichteten, jedoch charakteristischen Wiesensalbeis, wurden die Erwartungen voll erfüllt.

Dass sich der in der Samenmischung enthaltene Wiesensalbei zunächst nicht zeigte, ist ein kleiner Wermutstropfen. Es besteht die Absicht, ihn nachträglich einzupflanzen, um dem Idealbild aus römischer Zeit langfristig näher zu kommen.

Eine bebilderte Hinweistafel am Rande der altrömischen Mähweide informiert über das Projekt.


Vogelstimmen – Exkursion in der Weseler Rheinaue 10. 5. 2018

21 Teilnehmer trafen sich um 7:30 am Naturschutzzentrum Wesel. Bei herrlichem Wetter (trotz vorausgesagtem Regen) und optimaler, nicht zu hoher Temperatur (sonst sind die Sänger schnell erschöpft) ging es sofort los in Richtung Aue-See.

Unter kundiger Führung durch Thomas Traill, dem ornithologisch spezialisierten Mitarbeiter der Biologischen Station, wurde die von ihm geplante 2-stündige Route konsequent „abgearbeitet“. Grob geschätzt alle 200 m stoppte der erfahrene Ornithologe die Gruppe und präsentierte gleich zu Anfang mit der Nachtigall einen Charaktervogel der Auenlandschaft, deren lauter Gesang uns über den größten Teil der Strecke begleitete.

Unsere häufigen Vogelarten konnten nahezu alle vernommen werden, wobei Thomas Traill jeweils die artspezifischen Ruf- und Gesangsteile wiedergab. Ich habe noch niemanden gehört, der so präzise Töne, Tempi und Melodie von Vogelstimmen imitieren kann. Die Mithörer waren begeistert, zumal fast alle sogen. häufigen Vögel gesehen wurden und zusätzlich die seltenen Flußseeschwalben mit ihrem Brutfloß im Aue-See. Wegen des guten Wetters war auch die Frühlings-Flora eine ständige Augenweide.

Herzlichen Dank an Thomas Traill für diese ganz besondere Führung, die die Stiftung gern wiederholen würde.

 

W. Podlatis

Anschrift

Naturschutzstiftung Niederrhein
im Naturschutzzentrum Wesel
Freybergweg 9

46483 Wesel

Kontakt

Tel. 0 20 64 - 56 737
oder
Tel. 0 20 64 - 51 904

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