GottesHaus für Fledermaus

Mit dem Projekt „Gottes Haus für Fledermaus“ fördert die Naturschutzstiftung die Bereitstellung von Fledermausquartieren. Besonders geeignet sind Kirchendächer als trockene, selten begangene Räume mit frostfreien Temperaturen.

Unter der fachkundigen Führung von Fledermausexperten der Biologischen Station des Kreises Wesel besichtigen wir mit Küstern, Kirchmeistern oder Pastören die Kirchendächer und schauen, ob Einflugschlitze und Hängemöglichkeiten vorhanden sind. Gegebenenfalls werden Tiere beringt und Horchboxen angebracht, um den Bestand der gefährdeten Fledermäuse zu unterstützen.

Im Idealfall finden wir Gruppen, die Fledermauskästen basteln und sich um deren regelmäßige Kontrolle kümmern.

Bericht von Chr. v. Derschau, Stiftungsratsmitglied der NSN

  • Fledermausquartiere im Frühjahr 2017 –

Sowohl bei Erstbegehungen als auch nach Renovierungen wurden in 3 Kirchen im Kreis Wesel Flugaktivitäten durch Berichte und Besatz-Nachweis über Kotfunde von Breitflügelfledermäuse,  Langohrfledermäusen und braunen Langohrfledermäusen festgestellt. Horchboxen wurden installiert und Spaltkästen angebracht. In einigen unterirdischen Quartieren wurden teilweise bis zu 34 Fledermäuse gesichtet und als Zwerg-, Wasser-, Fransen- und Langohrfledermäuse bestimmt.

Dipl. Biologe Paul Schnitzler bei Untersuchungsarbeiten.

Weitere Kartierungen wurden im Weseler Osten durchgeführt. Während die meisten Kästen leer waren, wurden in einem 75 (!) Große Abendsegler gefunden. Offensichtlich ist hier ein von der Biologischen Station betreutes Naturschutzgebiet mit höhlenreichen Altbäumen besonders für Fledermäuse geeignet.

Bilanz:

An vielen Orten ist ein Rückzug von Fledermäusen aus unserer niederrheinischen Landschaft zu beobachten. Vor allem die starke Abnahme von Insekten als Nahrungsgrundlage der Fledermäuse wird als Grund angeführt. Diese wird durch Artenarmut, Flächenverlust und im Wesentlichen durch den extrem hohen Einsatz von Insektiziden (Neonikotinoide) und Herbiziden (Glyphosat) in der Landwirtschaft verursacht.

Es gibt noch viel zu tun und die Biologen haben noch viele Anfragen von Kirchen und Schulen.

Projektmöglichkeiten und Projektplanung:

Stillgelegte Kellerräume könnten geöffnet und mit Hangplätzen und Horchgeräten versehen werden. Gerade die Registrierung des Großen Abendseglers, der durch seine Höhenaktivitäten besonders durch Windkraftanlagen bedroht ist, muss aufmerksam verfolgt werden.

Mehrere begangene Orte sind als Fledermausquartiere ins Gespräch gebracht worden. Mit den Eigentümern einiger Objekte sind die Biologen im Gespräch, um deren Herrichtung und Förderung zu planen.

© in Memoriam Milan Podany

Anschrift

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im Naturschutzzentrum Wesel
Freybergweg 9

46483 Wesel

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